Arbeitsgestaltung

Im Rahmen der Arbeitsgestaltung unterscheiden wir zwischen folgenden Subbereichen:

  • Ergonomie am Arbeitsplatz
  • Aufgabengestaltung
  • Arbeitsorganisationsform
  • Arbeitsumfeld/Infrastruktur
  • Arbeitszeitmodell

 

Ergonomie am Arbeitsplatz

Unser Tagesablauf wird vom Sitzen dominiert. Langes, angespanntes Sitzen mit wenig möglichen Haltungsveränderungen schwächt unsere Muskulatur. Unsere Wirbelsäule und Gelenke werden nicht mehr richtig gestützt und dadurch belastet. Unser Körper ist von Bewegung abhängig, ohne sie verliert er die Kraft, sämtliche Körperfunktionen aufrecht zu erhalten.

Fragen zur Ergonomie am Arbeitsplatz:

  • Kennen Sie alle Einstellmöglichkeiten und Funktionen Ihres Bürostuhles?
  • Lässt sich Ihr Arbeitstisch in der Höhe verstellen?
  • Ist Ihr Monitor auf der optimalen Sichthöhe der Augen?
  • Platzieren Sie Ihre Tastatur und Maus richtig?
  • Nutzen Sie Ihre Arbeitsmittel körpergerecht?

 

 

Aufgabengestaltung

Die Aufgabengestaltung stellt einer der wichtigsten Aspekte in der Gesundheitsförderung und -prävention dar. Sie sollte gesundheitsfördernd wirken (und damit nicht gesundheitsbelastend!) und die Mitrabeitenden sollten dem Belastungsprofil der Aufgaben entsprechen, bzw. dahingehend entwickelt werden.

Wir befassen uns hier insbesondere mit folgenden Themen:

  • Vollständigkeit
    Fördert das Erkennen der Bedeutung und des Stellenwerts der Tätigkeit für den Mitarbeitenden.

  • Anforderungsvielfalt
    Vermeidung von einseitigen gesundheitsabfödernden Beanspruchungen

  • Soziale Interaktion
    Gemeinsames Bewältigen von Schwierigkeiten hilft Belastungen besser zu tragen

  • Autonomie
    Stärkt Selbstwertgefühl und Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung

  • Entwicklungsmöglichkeiten
    Erhalten der geistigen Flexibilität und der Motivation

  • Quantitative oder qualitative Über- und Unterforderung
    Optimierung fördert die Leistungsfähigkeit und Produktivität jedes Einzelnen

  • Partizipation
    Beteiligung an Entwicklungs- und Entscheidungsprozessen kann die Motivation, die Stressregulation und die Arbeitszufriedenheit fördern

  • Familienfreundlichkeit und Work-Life-Balance
    Gute Vereinbarkeit von Arbeit und Familie/Privatleben

 

 

Arbeitsorganisationsform

Im Zusammenhang mit der Integration von BGM als Konzept ins Managementsystem oder mit der Einführung spezifischer Massnahmen im Rahmen der Gesundheitsförderung kann es ebenfalls notwendig sein, die bestehenden Organisationsformen zu überprüfen und allenfalls anzupassen.

 

 

Arbeitsumfeld/Infrastruktur

Um gesundes Arbeiten zu ermöglichen braucht es ein optimales Arbeitsumfeld. Viele physische Stressfaktoren sind in diesem Umfeld anzusiedeln. Häufig sind diese auch mit einem relativ geringen und vor allem nachhaltigen Aufwand zu beseitigen. Wichtig scheint hier aber oft, diese Stressoren auch zu erkennen. Manchmal sind sich die betroffenen Mitarbeitenden selber nicht bewusst, dass Sie sich von physischen Stressoren in Ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigen lassen und diese eventuell sogar eine direkte Auswirkung auf Ihr Gesundheitsempfinden haben.

Wichtige Faktoren dabei sind:

  • Lärm
  • Lichtverhältnisse
  • Temperatur
  • Räumliche Enge/Weite
  • Privatsphäre am Arbeitsplatz; Rückzugsmöglichkeiten
  • Ergonomie
  • Verpflegungsmöglichkeiten

 

 

Arbeitszeitmodell

Stellt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein Problem dar, kann die Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle eine für alle Beteiligten interessante Lösung darstellen.