
Niemand widerspricht der direkten Abhängigkeit von gesunder Ernährung und gesundem Körper bzw. Geist. Die Ernährung hat grosse Auswirkungen auf die Gesundheit, die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden eines Betriebs. Ausserdem ist und war schon immer das gemeinsame Speisen ein wichtiger Bestandteil unseres Sozialverhaltens und leistet deshalb auch einen hohen Beitrag zu einem guten Arbeitsklima.
In den letzten Jahren jedoch hat sich das Ernährungsverhalten nachhaltig verändert: Immer weniger Leute nehmen sich die Zeit und die Ruhe für regelmässige, vollwertige Mahlzeiten. Take-away und Fast Food stehen im stressigen Alltag auf der Speisekarte – Hauptsache, es geht schnell. Genau diese rasch verfügbaren «Mahlzeiten» sind aber problematisch. Denn aufgrund ihrer Zusammensetzung und Verarbeitung enthalten sie weniger Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Solche Lebensmittel sind zudem häufig kalorienreich, fettig, eiweissreich oder zu süss. Als Folge davon sind Mitarbeitende nach dem Essen weniger leistungsstark und haben Probleme, sich zu konzentrieren.
Ein Betrieb kann verschiedenartige Beiträge zu einer gesunden Ernährung leisten. Eine Möglichkeit ist z.B. die Entwicklung und Pflege einer Pausenkultur. Für das Essen sollten sich die Mitarbeitenden Zeit nehmen dürfen. Falls der Betrieb eine Mensa oder andere Verpflegungsmöglichkeiten anbietet, kann er darauf achten, dass ausgewogen gekocht wird und Früchte oder Vollkornbrötli im Pausenangebot stehen. In vielen Betrieben besteht hier heute nur noch wenig Handlungsbedarf.
Die Auseinandersetzung mit dem Thema Ernährung sollte aber nicht dem Zufall überlassen werden. Falsche Essgewohnheiten können langfristig zu Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes führen. Die Folge sind Fehlzeiten und Leistungseinbussen im Betrieb.
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