
Der Einfluss der Führungsarbeit auf die Mitarbeitenden wird oft stark unterschätzt. Meist sind Unternehmensleitung und Führungskräfte der Ansicht, dass die Gesundheitsförderung sich auf die Themen Bewegung, Ernährung und Work-Life-Balance beschränkt und ebenfalls häufig sind sie der Ansicht, dass dies in der Verantwortung der Mitarbeitenden liegt. Die kürzliche Stressstudie des SECO (SECO 2011) konnte aber eine klare Aussage auf die Auswirkung positiv oder negativ empfundener Führungsqualität erstellen und zeigt in erstaunlich hohem Mass, wie stark sich negativ empfundene Führungsqualität auf das eigene Stressverhalten und damit direkt auf die eigene Gesundheit auswirken.
Vorgesetzte haben in zweierlei Hinsicht massgeblichen Einfluss auf die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden und damit auf die Fehlzeiten im Betrieb:
Soll in die Gesundheitsförderung investiert werden, ist es zentral, sämtliche Führungskräfte ins Boot zu holen und ihnen bewusst zu machen, wie gross ihr Einfluss auf die Gesundheit der Mitarbeitenden ist und was sie konkret positiv bewirken können. Nicht zuletzt gilt es, darauf zu achten, dass die Vorgesetzten selber gesund bleiben.
Weiter muss den Führungskräften genügend Zeit für die Führung der Mitarbeitenden eingeräumt werden. In der Realität sind die Vorgesetzten oft dermassen vom Tagesgeschäft absorbiert und unter Druck, dass kaum mehr Zeit für die Anliegen der Mitarbeitenden bleibt. Die Unterstützung der Führungskräfte im Selbst- und Stressmanagement ist deswegen von zentraler Bedeutung. Mit ihrem persönlichen Umgang mit dem Alltagsdruck und aussergewöhnlichen Belastungssituationen bestimmen sie in direktem Mass die Auswirkungen auf das Gesundheitsempfinden der Mitarbeitenden.
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